Wir haben 3 Zwergkaninchen sowie ein Meerschweinchen. Aktuell bewohnen die vier 2 Käfige, die zusammen 1 m² Grundfläche bieten. Die beiden Käfige wurden bisher einfach hintereinander gestellt und die beiden Seitenteile weggelassen, so daß ein durchgehender, relativ großer Käfig entsteht. Dennoch ist der Platz für unsere 4 Lieblinge einfach zu knapp bemessen. In den diversen Fachmärkten wie Fressnapf oder im Ebay gibt es zwar ein reichhaltiges Angebot an verschiedenen Käfigen, aber entweder sind diese einfach zu klein oder bieten trotz eines oft stolzen Preises auch wieder zu wenig Platz. Also müssen wir selber bauen.
Problem ist bei allen Ideen gewesen, wie man den Boden des Käfigs möglichst gut abdichten kann. Dazu wurden verschiedene Ideen im Baumarkt erörtert und abgeprüft. Am besten wäre es wohl gewesen, eine Blechwanne aus Zink- oder Kupferblech zu biegen bzw. bei einem Metallbauer entsprechend abkanten zu lassen. Nach Prüfung der entsprechenden Rohstoffpreise und der Zusatzkosten bei einem Metallbauer wurde uns etwas seltsam – schlicht und ergreifend nicht bezahlbar. In verschiedenen Foren wurden auch andere Ideen angesprochen, zum Beispiel PVC Boden verlegen oder Teichfolie verwenden mit Holzleisten als Abschluß. Auch dies ist meiner Meinung nach nicht geeignet. PVC verbreitet giftige Dämpfe, Teichfolie könnte funktionieren, bietet aber das Risiko, daß unsere Tierchen nachts in Ruhe rumwüten könnten und dann die Gefahr besteht, daß an irgendeiner Stelle die Teichfolie nicht 100%ig glatt verlegt ist und dort Angriff bietet. Auch diese Ideen für den Unterbau scheiderten somit bzw. wurden als nicht günstig angesehen.
Wir haben uns nach daher überlegt, auf die angedachte Konstruktion aus Spanplatten einfach dünne Gipsplatten anzubringen mit einem Rand von jeweils um die 10 cm. Darauf kann man dann einfach billige Fliesen aus dem Baumarkt verkleben – das ist günstig, geht relativ schnell und bietet eine gute Möglichkeit, den Käfig auch mal gründlich zu reinigen und sollte auch länger halten, als irgendwelche Folien oder PVC Bodenbeläge.
Nun mußten wir uns überlegen, wie groß wir den Käfig bauen möchten. Wir haben uns daher ein Modell gebaut, zuerst den Grundmaße auf eine Pappe maßstabsgetreu gezeichnet und danach mit viel Klebeband und Klebestift alles zusammengesetzt.
Wir haben uns für eine Grundfläche von 200 x 80 cm entschieden. Die Abstände der Etagen betragen großzügige 50 cm. Ganz unten sollen später noch ein paar fertige Türen aus dem Praktiker Baumarkt angebracht werden. Das “Erdgeschoß” soll quasi als Stauraum für das Zubehör wie Einstreu, Heu, Stroh etc. dienen. Darüber, ab der 1. Etage, sollen die insgesamt nach oben hin verteilten 3 Etagen gehen. Das “Dachgeschoß” soll an der höchsten Stelle 60 cm werden, so daß der gesamte Käfig etwa 210 cm hoch sein wird. Unsere Haustiere hätten dann 4,8 m² Platz – also fast 5x soviel wie jetzt! An den Seiten der 2. und 3. Etage, sowie oben im Dach werden große Ausschnitte in die Spanplatten gesägt werden und mit Kaninchendraht abgedeckt. Damit haben die Tiere genug Licht. Vorn werden wir aus Latten eine Art Türsystem basteln, was man nach unten mit Hilfe von Scharnieren kippen kann je Etage – ideal zum Saubermachen. Die einzelnen Etagen sollen mit Hilfe von Rampen aus Holz großzügig miteinander verbunden werden, unter den Rampenaufgängen kann man den Platz gleich nutzen, um den Lieblingen Holzhütten einzubauen. Die gesamte Konstruktion soll unten noch Rollen bekommen, damit man den Käfig auch einmal bewegen kann um darunter sauber zu machen.
Nun geht es demnächst weiter mit Teil 2: Besorgung aller Materialen aus dem Baumarkt und der Aufbau.